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  Christian Brader

Professional Triathlete

 

 

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Newsarchiv 2009

 

 

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26.12.2009 Triathlon Camp im Club Quinta Da Ria

 

Vom 17.02. bis 24.02.2010 findet im Robinson Club Quinta Da Ria an der Algarve im Süden Portugals ein Triathlon Camp für alle Leistungsklassen statt. Gerald Just ein erfahrener Marathonläufer und Triathlet aus Memmingen wird das Camp zusammen mit mir betreuen. Wer interessiert ist, bitte hier klicken!
 

 

Triathlon Camp 2010

Triathlon Camp im Club Quinta Da Ria vom 17.02 bis 24.02.2010

 

Rückblick 2009

Ironman Hawaii 2009

Ironman Lake Placid 2009

Ironman Lanzarote 2009

Ironman Australia 2009

 

 

05.12.2009 Jahresrückblick 2009

 

Eine spannende und erfolgreiche Saison 2009 mit vier Ironmanrennen geht mal wieder zu Ende. Dennoch musste ich vor allem in der ersten Saisonhälfte einige Rückschläge verkraften.

 

Ironman Australien

Gleich im ersten Trainingslager des Jahres auf Teneriffa zog ich mir eine harmlose aber schmerzhafte und langwierige Rückenverletzung zu, und zu allem Überfluss noch eine Erkältung obendrauf. Zwei Wochen später sollte es schon wieder nach Australien gehen um mich für ca. 5 Wochen in Noosa auf den Ironman Australia vorzubereiten. Es war ein seltsames Gefühl in ein wichtiges Trainingslager um die halbe Welt zu fliegen, im Wissen gar nicht laufen zu können. Ich setzte den Schwerpunkt einfach auf das Radfahren und Schwimmen. Bis zu 25 km im Wasser kamen so pro Woche zusammen. Dann endlich drei Wochen vor dem Rennen war der Schmerz im Rücken von einem zum andern Tag wie weggefegt und ich konnte nach 10 Wochen endlich wieder laufen trainieren. So setzte ich einen 2-wöchigen Laufblock, und schöpfte ein wenig Hoffnung für den Ironman.

Leider sollte ich an dem Tag kein Glück haben, denn nach ca. 50 km hatte ich einen Defekt am Rad der mir viele Minuten kostete. Die Motivation und die Kraft war damit einfach weg und ich versuchte mich noch anständig ins Ziel zu bewegen und den restlichen Wettkampf als Training zu sehen. Aufgeben kam nicht in Frage. Der Marathon war wohl aufgrund der fehlenden Laufkilometer nach 25 km gelaufen, sodass ich den Rest gemütlich spazierte um mich nicht unnötig zu verletzen.

Schnell überlegte ich mir eine Alternative, denn mein Ziel war eine frühe Hawaiiquali und ich hatte in Australien eigentlich sehr gut trainiert.

 

Ironman Lanzarote

Deswegen wollte ich es 6 Wochen später auf Lanzarote versuchen. Es war ein saustark besetztes Rennen. Es lief auch nicht schlecht, nur fehlte mir der letzte Kick um einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Mir steckte wohl doch noch etwas Müdigkeit in den Beinen von Australien. Mit ca. 25 min Rückstand auf den Sieger kam ich als 12. ins Ziel und war für meine kurze Laufvorbereitung einen recht guten Marathon gelaufen. Das reichte leider nicht um mich für Hawaii zu qualifizieren, es fehlten wenige Minuten.

 

Ironman USA

Also musste doch noch der Ironman USA im Juli her halten. Ich hatte ja gute Erinnerungen ans Vorjahr als ich vierter wurde. Dass mir die Strecke liegt und ich die Gegend und Leute sehr mag, wusste ich zu gut. Deshalb flog ich mit einem sehr guten Gefühl nach Lake Placid. Gut weil sich meine Form zuvor auch stabilisierte und ich zwei drei sehr gute Kurzdistanzen mit dem 3. Platz in Erding und der Titelverteidigung beim Unterallgäu Triathlon ins Ziel brachte. In Lake Placid war ich diesmal gleich beim Schwimmen in einer besseren Gruppe als gewohnt und der Rückstand auf die Spitze war nicht allzu groß. Auf dem Rad konnte ich mich schnell auf den dritten Platz vorarbeiten und in guter Position zum Marathon wechseln. Maik Twelsik hatte zwar schon einen fast uneinholbaren Vorsprung, aber der zweite Platz war nur wenige Minuten vor mir. Es wurde dabei noch mal richtig spannend, da ich, nachdem ich mich nach 5 km auf Platz zwei l schob, für den restlichen Marathon von Jason Shortis unerbittlich verfolgt wurde. Mein Vorsprung pendelte dabei zwischen einer und zwei Minuten. Doch am Ende hat es gereicht, Hawaii war geschafft und ich landete zum ersten Mal mit Platz 2 auf dem Podium bei einem Ironmanrennen. Ein Traum!

 

Ich erholte mich schnell. Nach zwei Wochen begann ich schon wieder normal zu trainieren und schob Ende August noch dein Halbmarathon in Sonthofen ein, den ich vom Start weg gewinnen konnte. Ein gutes Zeichen für meine nun beständige Form.

 

Ironman Hawaii

Ich konnte mir für Hawaii keine großen Sprünge mehr erhoffen, da ich nun drei Ironmanrennen hinter mir hatte, glaubte aber wenn ich die Ruhe bewahre und  mich nicht zu intensiv vorbereite, dass eine Leistung ähnlich der von 2008 möglich war.

Die Vorbereitung gestalte ich diesmal weitgehend allein in der Hitze von Tucson in Arizona. Die Bedingungen waren ideal und das Training bekam mir gut. Vor dem Rennen auf Hawaii fühlte ich mich immer stark und konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ich ein schlechtes Rennen machen sollte. Mein Gefühlt hat mich wohl nicht getäuscht. Schwimmen war zwar ein Gehaue hoch 3 aber ich kam wie immer auch wieder an Land. Ich versuchte auch wieder Druck auf dem Rad zu machen, doch der Wind war diesmal anders und kam von Anfang an von vorn. Stutzig machte mich zudem, dass ich zwar am laufenden Band überholte, am Wendepunkt in Hawi aber noch nicht mal unter den ersten 60 war. Auch am Radziel war ich nicht sehr glücklich über den 45. Platz. Wenn es unter die ersten 30 gehen sollte müsste ich beim Radfahren näher dran sein, da von hinten noch so viele schnelle Läufer kommen würden und vor mir ja eigentlich fast nur Superstars waren. Allerdings war ich in guter Gesellschaft als Vucko, M. Fachbach, und Jan Raphael mit mir vom Rad stiegen. Gut dachte ich, dann heißt es jetzt Platz halten, 45. wäre auch nicht schlecht angesichts der starken Besetzung. Zusammen mit Jan machte ich auf der ersten Hälfte aber Platz um Platz gut, sodass wir bald um den 30. Platz lagen. Dass es am Ende noch der 26. wurde hätte ich nicht mehr gedacht und freute mich umso mehr. Schaut man diesmal die Top 10 an, die fast innerhalb von 10 Minuten lagen, was es noch nie so gab, denke ich war der 26. ein großer Erfolg.

Im nächsten Jahr will ich auf jeden Fall frischer an den Start gehen und hoffe dann wieder auf einen Sprung nach vorne.

 

Allen zusammen wünsche ich eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in die neue Saison 2010!

 

Christian

 

 

01.11.2009 Video zum Ironman USA in Lake Placid vom 26. Juli 2009

 

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Nachtrag 11.11.2009

Sorry! Der angegebene Link ist wohl nicht mehr aktuell. Vor ein paar Tagen war das Video noch aufrufbar, jetzt ist es leider verschwunden.

 

 

 

11.10.2009 Ironman Hawaii 2009 - nach hartem Kampf auf Platz 26

In diesem Jahr lief bis zum Rennstart fast alles perfekt, bis auf ein zwei Kleinigkeiten. Mein Rahmen musste wohl nach einem Transportschaden 2 Tage vorher noch ausgetauscht werden, was der Scottmechaniker, der für das Comerzbank-Team aus der Schweiz angereist war, binnen 1 Stunde erledigt hatte. Das andere war, dass ich am selben Tag beim Schwimmen am Pier zum ersten Mal im Leben Haie in freier Wildbahn zu Gesicht bekam. Sie waren allerdings nicht sehr groß und äußerst friedlich, sodass ich ohne mir Sorgen zu machen mein Training fortsetzte. Später erfuhr, dass sich hier zur Zeit viele Katzenhaie aufhalten, welche harmloser Natur sind.

Das Wasser am Renntag war mit ca. 26 Grad angenehm temperiert, nicht zu warm nicht zu kalt, Ideal für ein Schwimmen ohne Neopren. Wie immer Gedränge und Kampf um die besten Plätze in den letzten Minuten vor dem Startschuss. Die Schiedsrichter auf den Surfbrettern hatten alle Hände voll zu tun um die Meute zurückzuhalten.

Dann endlich um 6:45 Uhr der erleichternde Kanonenschuss, die ganze Spannung fiel mit ihm ab, und es ging rein ins Getümmel. So habe ich auch zeitgleich einen Schlag auf die Brille bekommen und mein rechtes Auge lief voll Salzwasser. Da ich ja Linsenträger bin schon ein Problem. Aber mit so was muss man eben leben.

Diesmal war es wirklich eng. Es waren zwar nur 150 Profis, aber in den ersten Reihen und auf den ersten paar hundert Metern ist es ein unheimliches Gehaue. So stand ich nach 50 m das erste mal im „Stau“. Es ging nichts mehr nach vorne, und alle andern schwammen hinten drauf. Um nicht unterzugehen zog ich die Notbremse und versuchte über einige andere Schwimmer hinweg den äußersten Rand des Feldes zu erreichen. Hier hatte ich etwas mehr Luft und fand dann nach etwa 500 Metern endlich so etwas wie einen Rhythmus und musste auch keine großen Schläge mehr einstecken. Allerdings hat diese Aktion schon etwas Zeit gekostet und womöglich den Anschluss an eine Gruppe die ich hätte halten können.

Mein Schwimmen fühlte sich auch ganz gut an und ich zog langsam aber sicher innen an einigen Gruppen vorbei, was sich ins Ziel fortsetzte. Jedoch konnte ich von keiner Gruppe profitieren und im Sog mit zu schwimmen, weil diese alle zu langsam waren.

Mit meiner Schwimmzeit von 59:56 Min und 82. Profi aus dem Wasser, war ich dann nicht zu frieden, da ich wirklich in einer super Schwimmform war. Allerdings kann der verpatzte Start einem viel kosten. Die Streuung der Schwimmzeiten ist auch wirklich groß. Es gab Leute die sonst viel schneller schwimmen, die jetzt aber noch ein paar Minuten langsamer waren als ich. Genauso auch umgekehrt, Leute mit denen ich normal locker mithalten kann, waren 2 - 3 Minuten schneller. Wahrscheinlich ist die Startposition doch entscheidender als man glaubt.

 

Auf dem Queen K. Highway wurde ich dann gleich zu Beginn mit Gegenwind konfrontiert. Es ging wirklich schon in Kona los. Ansonsten brauchte ich auch ca. 20 km um meinen Rhythmus zu finden. Der Wind wurde immer heftiger je näher ich dem Wendepunkt in Hawi kam. Ich holte immer wieder mal jemanden ein, allerdings keine Gruppe so dass ich alles alleine fahren musste. Gegen den Wind sehr kräfteraubend, denn auch 10 Meter zum Vordermann können einem besonders bei Wind einige Körner sparen. Eingeholt wurde ich nur von Ain-Alar Juhanson, der letztes Jahr die schnellste Radzeit hatte, und Michi Weiss dem Exradprofi aus Österreich. Mit den beiden war es allerdings nicht möglich auf längere Zeit mit zu fahren.

Nachdem der Wendepunkt erreicht war hatte ich kurz Rückenwind, der dann ziemlich schnell von der Seite kam. Diesmal allerdings nicht so gefährlich, da er konstant und weniger böig blies. Als ich wieder auf dem Queen K. Richtung Kona unterwegs war und noch 60-70 km zu fahren waren, hatte ich eigentlich Rückenwind erwartet, wie die letzten Jahre auch, aber nix war's! Volle Kanne Gegenwind bis Kona!

So wurde es auch nichts mit meiner Wunschzeit von 4:35h die am Wendepunkt noch drin war. Ich konnte zwar noch einige Plätze gut machen, aber dich stieg doch als 42. wesentlich weiter hinten vom Rad als letztes Jahr, obwohl ich wahrscheinlich die bessere Leistung erbracht habe. Mein Trost war noch, dass ich in erlesener Gesellschaft vom Rad stieg. Kurz vor dem Wechsel holte ich Markus Fachbach ein und hatte Jan Raphael in Sichtweiter (beide Comerzbank-Triathlon-Team) als ich dann mein Rad abstellte, bemerkte ich Stefan Vuckovic neben mir, der mich aber schon in der Wechselzone überlief.

 

Vucko legte gleich ein hohes Lauftempo an den Tag, so dass er Jan Raphael schon nach einer Meile einholte. Ich rannte etwas humaner los, allerdings auch in einem Tempo unter 4 min/km. Das konnte ich aber nur die ersten 5 Meilen halten. Denn es war unbeschreiblich heiß. Auf dem Alii Drive wo die ersten 16 km gelaufen werden wehte kein Lüftchen. Die Luft stand und es war schwül wie ich es noch nie erlebt hatte. In den Verpflegungen, die alle Meile auftauchten, griff ich jeden Becher den ich zu fassen bekam und versuchte mich zu kühlen so gut es ging. Eiswürfel unter die Mütze, Eiswasser über den Kopf und Rücken, Schwämme voll gesogen mit eiskaltem Wasser ins Trikot und nach 10 Sekunden war es wieder genauso heiß wie vorher.

Trotzdem lief ich nach einigen Kilometern auch auf Jan Raphael auf und hatte von da an Gesellschaft. Wir hatten uns ungefähr auf dasselbe Tempo eingependelt, und konnten uns gegenseitig etwas das pushen. Einer nach dem andern musste dran glauben, auch wenn wir uns auch an der Grenze zum Hitzekollaps bewegten. Ich glaube Jan ging es da genauso. Er zog das Tempo dann aber noch mal kurz an, welches ich nicht mit gegangen bin. Doch am Anstieg zur Palani Road nach ca.16 km, die Sonne brannte dabei von einer auf die andere Sekunde unerbittlich auf den Rücken, konnte ich wieder aufschließen, und wir machten uns zusammen auf dem Queen K. Hwy auf den elendig langen Weg zum Energy Lab.

Hier war es jedoch angenehmer zu laufen, da endlich ein Wind wehte. Immer wieder wurde einer überholt, so waren wir bis kurz vor dem Energy Lab auf Platz 30. Jan musste dann mal zu wohin, und ich bog allein ins Energy Lab ein, wo es Temperaturen von über 45° gab, der heißeste Ort in diesem Rennen. Die Spitze kam mir schon entgegen. Bis auf Craig Alexander und Andi Raeltert schaute niemand wirklich fit aus, der Rest fast wie im Delirium. Bei mir lief es noch einigermaßen Rund auch wenn die Hitze an diesem Tag das Schlimmste war für mich, sonst hatte ich ja eigentlich keine Probleme weder mit der Nahrungsaufnahme noch mit meinen Muskeln.

Im Energy Lab machte ich noch 4-5 Plätze gut musste aber auf dem Rückweg nach Kona, welcher immer noch 12 km lang war wieder 2-3 hergeben. Als dann endlich der letzte Hügel erklommen und ich die Palani Road runter Richtung Ziel laufen durfte, wusste ich dass es mal wieder geschafft war und war stolz auf mich bis zum Ende gekämpft zu haben. Es war im Ziel zwar keine Bestzeit und auch keine Verbesserung der Platzierung, aber mit Platz 26 und 8:57 h war ich mit mir selbst zu frieden. Vor allem, dass ich nach dem ich fast abgeschlagen vom Rad stieg nicht aufgegeben hab und mein Rennen durchzog. Jan kam dann kurz hinter mir auf Platz 27 an, mit der fast selben Laufzeit von 3:04 Std. Angesichts dieses Topfeldes kann ich auch wirklich nur zufrieden sein. Viele Ironmansieger und hoch gehandelte Favoriten lagen hinter mir, oder vielen den harten äußeren Bedingungen zum Opfer und mussten aufgeben. Jetzt bin ich froh, dass auch ich den wohl härtesten Tag des Jahres, an dem alle gelitten haben wohlbehalten überstanden habe und ich doch wieder ein solides Ergebnis im wohl besten Starterfeld aller Zeiten erreicht habe.

 

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Ironman Hawaii 2009

 

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09.10.2009 Der Countdown zum Ironman Hawaii 2009 läuft!

Keine 24 Stunden mehr zum Start meines 4. Ironman auf Hawaii und 2. Start als Profi. Ich bin froh, dass es bald los geht, nach all dem langen und intensiven Training. Jetzt will ich zeigen für was ich trainiert habe und wie gut ich drauf bin. Bisher hatte ich immer ein gutes Gefühl vor dem Rennen hier, so auch diesmal! Die Form ist besser denn je, jetzt gilt es Sie umzusetzen.

Die Meteorologen sagen normales "Konawetter" voraus, was Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Wind bedeuten soll. Mir soll's recht sein!

Vielen Dank für die vielen Wünsche die ich bis jetzt schon per Mail und SMS erhalten habe. Ich lese alle und freu mich über jede Einzelne, auch wenn ich erstmal nicht alle  beantworten kann. Ich wünsche allen die das Rennen zu Hause live verfolgen eine spannende Hawaiinacht! Ich bin mir sicher, es lohnt sich!

Viele Grüße aus Kona,

Christian #19

 

 

Ironman Hawaii 2009

Startnummer 19

 

Wann:

Sa 10. Oktober 2009

6:45 (Hawaii)

18:45 (Mitteleuropa)

 

Liveübertragung:

im Internet auf

www.ironmanlive.com

www.ironman.com

 

evtl. auf ORF im TV

 

Zusammenfassung auf ARD am Sonntag in der Sportschau

 

30.09.2009 Schon wieder Packen für Kona

Kaum zu glauben, aber die 4 Wochen in Tucson sind schon fast vorüber und heute Abend geht's schon wieder ans Packen, um morgen dann nach Hawaii überzusetzen.

Ich muss wirklich sagen, dass ich hier eine super Zeit hatte. Tucson hat mir mit jedem Tag besser gefallen. In den ersten beiden Wochen war ich ja nicht so überwältigt, was wohl daran

 lag, dass ich noch wenig Straßen kannte und Viele ausprobiert habe. Doch mittlerweile habe ich einige neue Routen entdeckt, die sich sehr schön auf einem guten Asphalt und unter angenehmen Verkehrsverhältnissen fahren lassen. Das Wasser in meinem Pool hier ist mittlerweile auch abgekühlt, und es lässt sich sogar mittags hervorragend schwimmen. Ich will gar nicht mehr weg, denn auch landschaftlich ist Tucson wirklich sehr schön gelegen. Wenn ich die Möglichkeit haben sollte, komme ich bestimmt wieder zurück!

Die Vorbereitung, lief wirklich gut! Ich denke, ich konnte meine Form hier stetig steigern und vor allem auch stabilisieren. Alles lief reibungslos ohne Verletzung oder Krankheit ab, auch von einem Durchhänger während des Trainingsblocks blieb ich verschont. Während ich die ersten Tage zur Orientierung und Eingewöhnung brauchte und die letzten paar Tage meines Aufenthalts in Tucson regeneriert wurde, blieben 3 Wochen intensiven Trainings in denen ich zwischen 31 und 37 Stunden pro Woche trainiert habe. Woche 1 und 3 waren mit über 80 Laufkilometern und ca. 500 Radkilometern eher laufbetont. Die 2. Woche, mit ca. 700 km auf dem Rad und 50 Laufkilometern war geprägt von intensiven Radintervallen. Geschwommen wurde zwischen 12 und 18 km pro Woche, wobei in der aktuellen Woche noch relativ intensives Schwimmtraining ansteht. Zwischendurch kam auch das Athletiktraining Rumpfstabilisation nicht zu kurz. Auch Maßnahmen zur Regeneration wie eine wöchentliche zweistündige Massage bei Bill Kruse, der viele Sportler der Universität von Tucson betreut sowie der Whirlpool hier in der Anlage, trugen dazu bei, dass ich während der ganzen Zeit physisch topfit war und jetzt noch bin.

Für immer im Gedächtnis wird mir sicherlich eine Radeinheit bleiben, bei der ich mich mal wieder an den Grenzen bewegt habe. Nicht weil sie so intensiv war, sondern weil mitten im Nirgendwo bei 45° Hitze, die Getränke- und Nahrungsvorräte aufgebraucht waren und ich keine Ahnung hatte ob ich überhaupt in die richtige Richtung fuhr.

An diesem Tag wollte ich den Ironmankurs des neuen Rennens in St. George in Utah testen. Ich machte mich mit zwei vollen Flaschen, etwas Salz, Kartenmaterial, Luftpumpe und genügend Cash bewaffnet auf den Weg die Strecke zu erkunden, was nach ein paar Anfangsschwierigkeiten auch recht gut gelang. Bis ich auf der Hauptrunde eine kleine unscheinbare Abzweigung nach "Gunlock" (was für ein Name schon, und hier soll eine Ironmanstrecke entlang führen) ignorierte. Ich wusste irgendwann geht es rechts ab, doch bestimmt nicht Richtung Gunlock auf einer Straße ins Nirgendwo, außerdem fehlte die Straßenbezeichnung, sodass ich erstmal ohne Bedenken weiter auf dem Highway 19 fuhr.

Als dann nach 20 km Anstieg und 15 km Abfahrt noch immer keine Abzweigung in Sicht war, wurde ich doch langsam nervös. Es gab wirklich absolut nichts, kein Haus, keine Tanke, kein Laden, nur Felsen, ein paar vertrocknete Kakteen und unendliche Weite vor einem. Ich dachte mir: "hier zwei Plattfüße, dann war's das!" Also ging ich auf Nummer sicher und fuhr den bekannten Weg im Wassersparmodus zurück, was bedeutete 15 km Anstieg 20 km Abfahrt auf einer Holperpiste.

Da stand ich wieder an der Abzweigung. Ein Schild mit "Gunlock 8 miles" war angebracht. Sicherer wäre es gewesen zurück nach St. George zu fahren, etwa auch 8 Meilen aber bergab und mit Sicherheit ein Laden um die Flaschen auf zu füllen. Die Karten halfen mir hier wenig, da die Straßenname und -Nummer nirgends zu finden war. Doch die Neugierde war mal wieder größer und so stürzte ich mich nach gerade überstandener Durststrecke mit 2 Schluck 50 Grad heißen Wassers im Tank ins nächste Abenteuer und steuerte mein Plasma Richtung Gunlock.

Eine Straße, eher ein befestigter Weg mit grobem Rollsplitt schlängelte sich durch ein doch schönes Tal. Roter glatter Fels begrenzte die Ränder auf beiden Seiten und in der Mitte plätscherte sogar ein Bächlein, weshalb es auch alle paar Kilometer so was wie eine grüne Oase mitten in der Felsenwüste gab. Gesellschaft hatte ich wenig. Null Verkehr, keine Häuser oder ähnliches was auf Zivilisation hindeutete. Aber ich fuhr weiter. "Die paar Meilen bis Gunlock schaff ich auch mit den zwei Schluck heißer Brühe noch, und dann gibt's ne eisgekühlte Cola und ein Snickers und vielleicht sogar nen Eiskaffee dazu", so malte ich mir das aus und trat weiterhin freudig in die Pedale. Meine Laune verbesserte sich auch weiter als ich nach 5 km endlich ein Schild mit der richtigen Straßenbezeichnung entdeckte, was ich bei der Abzweigung schon gerne gesehen hätte.

Gunlock bestand aus ca. 20 Holzhhütten, einem Feuerwehrhaus aus dem 19. Jahrhundert (das Feuerwehrauto war etwa nur 60 Jahre alt), einer Kirche und einem Rodeoplatz! Eine Tankstelle oder einen Laden suchte man vergeblich. Es half ja nix ich konnte ja wohl kaum hier bleiben und auf das Rodeo im Juli nächsten Jahres warten. Also ging die Fahrt schimpfend und unter schwindender Laune weiter. Ein paar Meilen weiter war ich dann soweit, dass ich aus meiner Not zum Dieb wurde....eine Bewässerungsanlage auf einer mit einem ca. 1,50 m hohen weißen Zaun umgeben war mein Ziel. Ich kletterte mit meinen Radschuhen etwas wacklig drüber und betete, dass mich nicht der Farmer gleich mit seiner Flinte runterholt. Doch die Erfrischung war willkommen, das Wasser schmeckte so gut wie schon seit langem nicht mehr. Mein Trikot war zwar schon nach einigen Minuten wieder trocken, doch das machte nix, jetzt hatte ich wieder etwas Luft. Danach folgten noch etwa 10 weiter Meilen auf dem groben Belag, ein Anstieg mit 3 km Länge verlangte noch mal alles ab und brauchte mein erbeutetes Wasser restlos auf. Doch auf der Kuppe angekommen konnte ich in der Ferne doch schon die ersten Häuser ausmachen und glaubte eine Querstraße mit Autoverkehr zu erkennen. Es war wohl geschafft...die erste gesichtete Tankstelle wurde angesteuert. Nach der wohlverdienten Cola, Eiskaffe, Snickers und Mars dachte ich "so schlimm war's doch eigentlich gar nicht!" Deswegen wird mir so was wohl so lange ich Triathlon betreibe immer wieder passieren.

Jetzt freu ich mich aber erst mal auf Hawaii und werde von dort vor dem Rennen noch mal Meldung geben und sag schon mal...

Aloha, euer Chris

 

 

Impressionen aus Tucson

 

 

 

 

 

 

Hoover Damm

 

Plasma TT auf der Interbike

 

Las Vegas

 

 

 

vor meiner Haustür

 

 

18.09.2009 Hawaiivorbereitung 2009 in Tucson, Arizona

Vor ziemlich genau zwei Wochen bin ich hier in dem Städtchen Tucson inmitten der Wüste Arizonas gelandet, um mir wie in den vergangenen Jahren in vier knallharten Trainingswochen den letzten Schliff für den Ironman auf Hawaii am 10. Oktober zu holen.

Tucson liegt wie gesagt mitten in der Wüste, etwa 600 km östlich der Pazifikküste und 100 km nördlich der mexikanischen Grenze. Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie fast 1 Millionen Menschen freiwillig diese unwirtliche Gegend ihr zu Hause nennen. Tucson ist als Stadt etwa 100 bis 120 Jahre alt und hat sich seitdem in einem weitenläufigen Tal liegend massiv ausgedehnt. Die Ost-West-Ausdehnung beläuft sich auf ca. 25 km während sich die Stadt in Nord-Süd-Richtung auf ca. 40 km in die Länge zieht.

Mein Appartement ist eigentlich wunderschön am Ventana-Canyon gelegen, gleich am Fuß des Coronado-Bergmassivs im Norden der Stadt. Hier hat man seine Ruhe und einen schönen Ausblick auf Tucson und die Berge, die es umgeben. Von oben sieht Tucson eigentlich relativ grün aus, doch findet man kein natürlich wachsendes Gras. Das Grün kommt von den einzelnen Büschen und hunderttausenden von Kakteen, die die Stadt von einiger Entfernung in einen grünen Mantel hüllen. Die Flüsse die in den Karten eingezeichnet sind, führen nur noch vereinzelt Wasser, was nicht verwundert bei Tagestemperaturen von über 40°C. Obwohl Maiki, der schon seit August hier trainiert meinte, dass es  schon um einiges kühler geworden ist.

Das mag vielleicht sein, ich musste mich trotzdem etwa 1 Woche erstmal an die trockene Hitze gewöhnen. Beim Radfahren ging das schnell, doch schwimmen und Laufen ist immer noch nur in den frühen Morgenstunden oder spät abends nach Sonnenuntergang möglich. Die Trainingsbedingungen sind leider nicht so ideal, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Natürlich ist man von den Radmöglichkeiten im Allgäu mehr als verwöhnt, doch mit etwas mehr Abwechslung und vor allem besseren Straßen könnte man das Radtraining auch mal genießen.  Es gibt relativ wenig Auswahl an Straßen die ein vernünftiges Training zulassen. Der Zustand der meisten Routen lässt doch zu wünschen übrig. So ist man oft gezwungen die selbe Strecke, die oft nur eine Richtung kennt, mehrmals hin und wieder zurück zu drücken. Allerdings wirklich toll ist der Anstieg zum Mount Lemmon, der gleich in meiner Nähe beginnt. Die Straße ist tip top und schlängelt sich 40 km mit einer annähernd konstanten Steigung von ca. 5-6 % von 850 müNN auf fast 2500 müNN hoch. Hier lassen sich optimal die Kraftausdauer trainieren oder die Grenzen austesten.

Laufen wäre nicht so schlecht hier, da sich gleich in der Nähe eine Art Naherholungsgebiet befindet, das von kleinen für den Verkehr gesperrten Straßen durchzogen ist. Es ist nur kein Meter flach! Man findet nicht wirklich einen Rhythmus und ist eh schon von der Hitze angeknockt, sodass man jeden kleinen Anstieg verdammen möchte. Zum flachen Laufen muss man sich dann schon eine halbe Stunde ins Auto hocken, um seine Runden in einem Park in der Stadtmitte zu drehen.

Die Möglichkeiten für das Schwimmtraining sind sehr gut. Es gibt zwar nur 25 Yard geleinte Pools, aber davon etliche. Leider ist der Pool ums Eck nicht gekühlt und es kann da nur extensiv und spätabends trainiert werden, um nicht umzukippen. Der Pool an der Uni ist angenehm temperiert, da kann auch hart geschwommen werden. Die Verfügbarkeit ist halt sehr beschränkt und es ist immer eine längere Anfahrt nötig.

Nichtsdestotrotz muss man mit den Bedingungen klarkommen die man vorfindet. Trainiert hab ich bisher trotzdem gut. Die erste Woche war noch eher lauflastig, während in dieser Woche Rad mit intensiven Intervallen als Schwerpunkt anstand. Im Schnitt trainier ich hier um die 30 Stunden pro Woche. In den ersten 2 Wochen kamen dabei ca. 1000 km auf dem Rad, 120 km beim Laufen und 30 km Schwimmen zu Stande, alles in einer hohen Qualität. Dieses Jahr lege ich besonders Wert auf effektives und schonendes Training. D.h. ich will nicht zu viel und zu hart trainieren, aber die richtigen Reize setzen, um mich nicht zu zerstören. Immerhin hab ich dieses Jahr doch schon einige harte Rennen in den Knochen, da heißt es einfach Vorsicht walten zu lassen. Nach Lake Placid war ich bereits schnell wieder in Form, die heißt es jetzt zu stabilisieren, und noch ein paar Prozent heraus zu kitzeln. Diesmal kann ich auch mich auch sehr gut an meinen Plan halten, da ich mich nach niemandem Richten muss. Ich trainiere zwar ab und zu mit Maiki, doch er war zwischendurch beim 70.3 in Canada und hat daher in dieser Zeit getapert. Wir sind jetzt auch keine direkten Nachbarn, sodass wir uns nicht täglich zum Training treffen könnten. Ansonsten trainieren hier auch noch Ain-Alar Juhanson aus Estland und Niels Görke aus Kiel.

Nächste Woche plane ich dann noch einen Kurztrip nach Las Vegas zur Interbike, wo ich meinen Ausrüster "Scott" besuchen werde und nach St. George, um den  Kurs des neuen Ironman Utah, der im Mai nächsten Jahres erstmalig ausgetragen wird zu testen. Vielleicht ist der ja was mich.

Beste Grüße aus Arizona,

Christian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.08.2009 Start-Ziel-Sieg beim Panorama Halb-Marathon in Sonthofen

 

Letzte Woche habe ich mich spontan zum Start beim Panorama Halbmarathon in Sonthofen entschieden. Die Strecke führte von Sonthofen entlang der Iller nach Oberstorf. Dort wartete ein langer Anstieg am Rubihorn bevor es zurück nach Sonthofen ging.

 

Gleich vom Start weg lief ich an der Spitze des ca. 400 Teilnehmer starken Feldes. So musste ich mich allein an meiner Uhr und meinem Puls orientieren. Dafür lief ich den ganzen Lauf in einem konstant hohen Tempo, was auch mein eigentliches Ziel war. Bis ins Ziel baute ich meinen Vorsprung auf Stefan Kienle aus Sonthofen und Ede Kunz aus Memmingen auf knapp 1:30 Minuten aus. Somit konnte ich meinen ersten Sieg bei einem Halbmarathon in einer Zeit von 1:17:17 Stunden feiern.

>> Ergebnisse

 

Das Rennen zeigte mir, dass ich mich von dem Ironman USA vor vier Wochen bestens regeneriert habe und ich für Hawaii optimal darauf aufbauen kann. In gut eineinhalb Wochen geht's dann zur Vorbereitung nach Arizona, worauf ich schon richtig heiß bin.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle für die netten Glückwünsche per SMS und E-Mail. Ich hab mich über jede Einzelne sehr gefreut. Und bitte vergebt mir, wenn ich diesmal nicht alle persönlich beantworten konnte, deshalb auf diesem Wege nochmals vielen Dank für eure Unterstützung.

 

 

 

 

Team TV Memmingen v.li.:

Edi Kunz, C. Brader, Gerhard Brader

26.07.2009 Erstmals Podium beim Ironman Lake Placid

 

Meine Liebe zum Ironman Lake Placid wächst von Mal zu Mal. Diesmal schaffte ich zum ersten Mal in meiner Profilaufbahn den Sprung auf's Treppchen mit einem, für mich nicht ganz unerwarteten 2. Platz. Denn ich wusste genau, dass ich, wenn alles normal läuft mit meiner momentanen Form unter die ersten Drei kommen konnte. Dafür hab ich trainiert, eben nicht nur um das Hawaiiticket zu lösen, sondern auch um meinen 4. Platz vom letzten Jahr zu toppen.

 

photo: ironman.com

 

Dabei fing alles schon hektisch an als ich mit Maik Twelsik schon etwas in Eile 20 min vor dem Schwimmstart noch in der Wechselzone weilte, um die Helme zu checken. Ein Schiedsrichter machte uns erst jetzt darauf aufmerksam, dass wir mit unseren Helmen disqualifiziert würden, wenn wir mit diesen an den Start gingen. Das Problem war, dass unsere in Europa ausgelieferten Helme nicht den US-Standards entsprächen. Er wollte uns aber während des Schwimmens Ersatz besorgen und am Rad ablegen, mussten aber mit klassischen Straßenhelmen rechnen, die wir nicht einmal anprobieren konnten. Wäre ein tolles Gefühl während dem Schwimmen, immer daran denken zu müssen ob man überhaupt danach weitermachen konnte. Maik kannte zum Glück den Rennmechaniker recht gut, der uns in letzter Minute zwei etwas gebrauchte und sehr lädierte Zeitfahrhelme borgte, die uns auch mehr schlecht als recht passten. Aber wir konnten wenigstens starten, das war in diesem Moment das allerwichtigste.

Im Eilschritt rannten wir dann also zum Schwimmstart, zogen uns währenddessen den Neo und die Schwimmbrillen an, um dann nach ein paar wenigen Kraulzügen zum Einschwimmen etwas abgehetzt aber erleichtert doch noch rechtzeitig an der Startlinie zu schwimmen.

Um 10 vor 7 Uhr fiel der Profistartschuss, während sich die 2000 Age Grouper um 7 in die Fluten des Mirror Lakes stürzen durften. 2 Runden à 1,9 km waren zu schwimmen. Meinem Empfinden nach ging es beim Start relativ gesittet ohne großes Gehaue zu. Ich kam auch ganz gut weg und konnte auch einige hundert Meter lang die erste Gruppe noch recht locker halten, musste dann aber doch wieder reißen lassen um letztendlich die 2. Gruppe für die nächsten 2000 m  an zu führen. Gehaue gab es dann für uns auf den letzten 800 Metern, als wir mitten in das große Feld der Amateure schwammen, die sich noch auf der ersten Runde befanden. Hier wurde es durch die großen Geschwindigkeitsunterschiede zu den Age Groupern und Positionskämpfe innerhalb unserer Gruppe doch sehr eng, und man kollidierte doch auch das eine oder andere Mal mit einem Mitstreiter oder Überrundeten. Am Ende stieg ich dann aber doch zufrieden mit einer Schwimmzeit von 55:47 als 14. zusammen Jason Shortis und Petr Vabrousek aus dem Wasser.

 

Die 180 km auf dem Rad ging ich dann gleich sehr offensiv an, im Wissen, dass eine  6 bis 8-mannstarke Gruppe hinter mir lauerte. Ich wollte mein eigenes Tempo fahren, aber auf jeden Fall vermeiden, dass andere von meiner Arbeit profitierten. Deshalb machte ich in den ersten Anstiegen der mit insgesamt 1800 Hm gespickten Radstrecke ordentlich Druck, mit dem Erfolg, dass zunächst nur Jason Shortis und Dave Harju folgen konnten. Diese Beiden konnte ich dann 30 km später im ersten Anstieg nach einem langen Flachstück abschütteln und setzte mich dabei gleichzeitig an die 3. Position. Das blieb für das restliche Radrennen auch so. Auf Matt Lieto auf dem 2. Platz machte ich kaum Zeit gut, verlor aber auch nichts. Maik war sowieso unerreichbar. Er baute seinen Vorsprung Meile um Meile aus. Mein Vorsprung auf Shortis belief sich immer auf 1 bis 2 Minuten, was mir immer etwas Sorgen bereitete, da ich des Öfteren dicht an einem Hungerast war und mit dem starken Gegenwind in der 2. Runde sehr zu kämpfen hatte. Ich sagte mir immer: "Wenn du auf's Podium willst musst du auch was riskieren", deshalb war ich energetisch auch sehr am Limit. Eine extra Portion PowerGel in den Verpflegungen und konzentriertes Treten nahe am Limit brachte mich dann wieder ins Rennen zurück. An den Anstiegen konnte ich immer wieder etwas Zeit gut machen, da ich mich vor allem gegen Ende des Radfahrens gut erholte und mit voller Kraft in die Pedale treten konnte. Das Material war wieder optimal eingestellt und die neuen Laufräder von "Profiele Design" im "Scott Plasma 2" schnurrten. Obwohl ich mit 4:53:55 Std. die 2. Radzeit gefahren bin betrug mein Rückstand auf Maik Twelsik schon knapp 20 Minuten, doch auf den Zweiten Matt Lieto nur noch 1:45 Min.

 

Das gab mir am Anfang vom Laufen etwas Auftrieb und erleichterte mir das schnelle Anlaufen im 4er Schnitt. So war er auch schon nach gut 5 km in Sichtweite, und 2 bis 3 km später setzte ich mich auf den 2. Platz. Da lief es auch noch Rund, doch bei Jason Shortis dem Australier wohl auch, denn sein Abstand zu mir betrug immer diese knappen 2 Minuten, und Lieto konnte auch noch viele Kilometer den Rückstand sehr gering halten. So konnte ich es nie wirklich richtig genießen bei einem Ironmanrennen auf Platz 2 zu liegen, der Druck der Verfolger war zu groß. Vor allem in der 2. Laufrunde als es nochmals zu dem weit entfernten Wendepunkt an der "Riverroad" hinaus ging und ich wieder mal kurz vor einem gefürchteten Hungerast stand, dachte ich manchmal, dass jetzt wohl mit dem Treppchenplatz dahingeht, so langsam hab ich mich gefühlt, doch in dieser Phase konnte ich den Meilenschnitt immer noch bei rund 7 Min. und den Vorsprung auf Jason wie gehabt auf knapp 2 Min. halten. Die letzten 12 km ging es dann langsam ans Leiden, Puls und Tempo sackten ab und ich musste mich fast schon schleppend fortbewegen. Irgendwie gelang es mir mich zu konzentrieren und die letzte beiden bissigen und langen Anstiege nach Lake Placid hinauf durch zu stehen. Noch immer waren dann 3 km flach zu laufen, auf welchen ich nur noch auf die Zähne beißen musste um nicht stehen zu bleiben, immer im Hoffen, nicht doch noch immer lauter werdende Schritte von Shortis zu bemerken. Am letzten Wendepunkt, etwa 1,5 km vor dem Ziel konnte ich erleichtert einen Vorprung von knapp über einer Minute auf den Aussi herausstoppen, welchen er mir auf den letzten Metern vor tausenden kreischenden Zuschauern nicht mehr nehmen würde.

 

Überglücklich und sehr erleichtert genoss ich den Zieleinlauf, welcher mich zum ersten Mal auf's Treppchen führte. Mit einem Marathon von 3:02:16 schaffte ich meine Endzeit vom letzten Jahr um 2 Min. auf 8:56:35 Std. zu verbessern. Der Rückstand auf den an diesem Tag überragenden Maik Twelsik, der sich erst vor 2 Wochen kurz entschlossen für dieses Rennen anmeldete, da er sich kurz vor dem Ironman Germany einen Virusinfekt eingefangen hatte, blieb bei knapp 20 Min.

Jason Shortis komplettierte das Podium letztendlich als 3. mit 8:58:03. Matt Lieto kam nach 9:02:31 auf den 5. Platz und Petr Vabrousek nach 9:10:24 auf den 6. Platz.

 

Mein Glückwunsch geht als erstes an den souveränen Sieger Maik Twelsik, der hiermit sein 2. Ironmanrenne gewonnen hat sowie an Jason Shortis der mich das ganze Rennen über gejagt hat und somit für ein spannendes Duell um den 2. Platz sorgte.

 

Danke an alle die zu Hause und auf der ganzen Welt mitgefiebert haben, Ihr seid super!

 

Schöne Grüße aus Lake Placid und bis bald

Christian

 

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Ironman USA Lake Placid 2009

 

>> Video zum Rennen

>> Ergebnisse

 

photo: ironman.com

 

photo: ironman.com

 

Wietere Fotos auch hier, oder   einfach ein paar Tage warten.

 

 

23.07.2009 Vorschau Lake Placid

 

www.tri2b.de

www.3athlon.de

 

   

19.07.2009 Back in Placid

 

Seit gestern bin ich nun wieder in Lake Placid, und ich fühlte mich auch sofort wieder heimisch. Diese Landschaft mit vielen Flüssen, dichten Wäldern, Bergen und sich einsam dahin schlängelnden Highways die dich ab und zu durch einen kleinen verschlafenen Ort führen ist einfach ganz nach meinem Geschmack. Einfach wunderbar hier mitten in den "Adirondacks", vor der Kulisse der geschichtsträchtigen Winter-Olympiastadt von1932 und 1980, Lake Placid, wieder einen Ironman machen zu können. Auch von meiner Gastfamilie des letzten Jahres bin ich wieder herzlich aufgenommen worden.

In einer Woche ist es dann schon wieder so weit, mein dritter Ironmanstart in diesem Jahr, und ich fühl mich dieses Jahr endlich top fit, ich denke sogar, so fit wie nie zuvor. Im letzten Jahr feierte ich hier in strömenden Regen mit dem 4. Platz einen meiner größten Erfolge. Diesen will ich in diesem so gut ich kann toppen. Diesmal hoffe ich aber auf bessere Bedingungen um die atemberaubende Landschaft auch im Rennen besser als Motivationsstütze aufnehmen zu können. Bis jetzt macht das Wetter noch mit, der Regen hält sich noch zurück und die Temperaturen konstant auf angenehmen 20° C. Also ideale Rennbedingungen.

Die härtesten Konkurrenten sind sicherlich Petr Vabrousek (2. Platz 2008), Jason Shortis (mehrfacher Ironmangewinner) und meiner Meinung nach der absolut Stärkste im Feld aus Deutschland vom Comerzbank-Team Maik Twelsik, seit wir schon viel in Australien miteinander trainiert haben ein sehr guter Freund von mir. Wir haben uns auch schon wieder zum gemeinsamen Training getroffen und werden sicher noch den ein oder andern Kaffee zusammen vor dem Rennen trinken. Der Startschuss fällt dann am Sonntag den 26. Juli um 6.45 Uhr (12.45 Uhr in Europa). Infos über das Starterfeld und alles andere findet ihr unter www.ironmanusa.com und www.ironman.com.

Bis dahin gibt's immer noch einiges zu tun. Der Anfang der Rennwoche ist noch von leichten Trainingseinheiten geprägt, während in der zweiten Hälfte der Woche mehr organisatorische und offizielle Angelegenheiten wie Registrierung, Race Breefing, CheckIn sowie der Feinschliff und Einstellung der Wettkampfausrüstung anstehen.

Ich hoffe ihr findet ein wenig Zeit ab und zu die Zwischenstände abzufragen oder das Rennen am Livestream auf www.ironman.com zu verfolgen und hoffe natürlich auf eure mentale Unterstützung von zu Hause aus.

Ich werde alles geben und bin schon richtig heiß auf's Rennen!

 

Die besten Grüße aus Lake Placid

Christian

 

 

 

 

28.06.2009 Erster Saisonsieg in Ottobeuren

 

Beim gestrigen Unterallgäutriathlon in Ottobeuren konnte ich endlich meinen ersten Sieg in dieser Saison über die Olympische Distanz feiern. In strömendem Regen viel der Startschuss und es sollte auch bis ins Ziel weiterregnen. Drei harte Trainingstage in Folge von Mittwoch bis Freitag bereiteten mir zusätzlich etwas schwere Arme und Beine, sodass ich etwas Probleme hatte beim Start voll anzuschwimmen. So fand ich erst in der 2. Schwimmrunde den Anschluss zur Spitzengruppe.

In guter Ausgangsposition stieg ich dann als 7. nach 18:56, aus dem Wasser und hatte nur 26 Sekunden Rückstand auf den Führenden Stefan Weber vom SC Riederau. Mit einem recht flotten Wechsel stieg ich dann nach Weber und Darren Alcock als 3. aufs Rad. Der härteste Widersacher in dieser Disziplin sollte dann auch Darren, "der fliegende Engländer" vom TV Memmingen sein, der mich diesmal auf der anspruchsvollen Radstrecke richtig forderte . Nachdem ich nach halber Strecke zu ihm aufgefahren bin konnte sich keiner von uns absetzen. So bogen wir gemeinsam in die 2. Wechselzone im Stadion von Ottobeuren ein. Der Rückstand der nächsten Verfolger um Ralf Mühlschlegel vom VfL Kaufering, belief sich schon auf ca. 3 Minuten.

Darren wechselte schnell während ich mir zum Laufen Socken anziehen wollte, um mir keine Blasen zu laufen. Doch nach 1 Km holte ich mir die Führung zurück und lief mit einer guten Laufleistung alleine durch den Bannwald. Am Ende betrug mein Vorsprung fast 4-einhalb Minuten auf Christian Nordhaus, der sich mit ein paar Sekunden schnellerer Laufzeit noch auf den 2. Platz vorarbeitete. Martin Schädle vom TVM überraschte als er mit der schnellsten Laufzeit des Tages vom 8. Platz nach dem Rad noch auf den 3. Platz vorstürmte. Dahinter folgten innerhalb weniger Sekunden Ralf vom VfL, Stefan Weber vom SCR und Darren vom TVM.

Mit meiner Gesamtleistung war ich wieder sehr zu frieden, angesichts des schlechten Wetters war eine langsamerer Radzeit zu erwarten. Außerdem spürte ich hier noch deutlich die 3 intensiven Trainingseinheiten in den Tagen zuvor. Das Laufen ging fast ohne Probleme schnell und trotzdem recht locker von der Hand, was mich sehr für Lake Placid sehr motiviert.

Mein besonderes Lob gilt Darren, der innerhalb letzten Jahres einen unglaublichen Wandel erlebt hat und mir beim Radfahren richtig Dampf gemacht hat. Vielleicht überrascht er uns ja auch nächste Woche bei seinem ersten Ironman in Frankfurt....viel Glück!

Auch Martin, der mit schnellsten Laufzeit von 41:27 auf die 11,5 km einiges für die Zukunft erwarten lässt, hat großes Lob verdient.

Ganz besonders gratulieren will ich meiner Freundin Karin, die m Volkstriathlon mit der schnellsten Radzeit auf dem 3. Gesamtplatz finishte, sowie meinem Bruder Klaus, der sich seit vielen Jahren mal wieder an einen Triathlon traute und solide im Mittelfeld ins Ziel kam.

Auch Thomas Pester Inhaber der Firma "pester pac automation" einer meiner beiden Hauptsponsoren gebührt meine große Anerkennung. Nicht nur, dass er mich finanziell unterstützt, um mein Profidasein zu ermöglichen, ist er auch selbst begeisterter Sportler und ist regelmäßiger Teilnehmer beim Triathlon in Ottobeuren, wie auch gestern trotzte er dem strömenden Regen und kämpfte sich ebenfalls im Mittelfeld ins Ziel.

Großen Dank auch an die Organisatoren und allen Helfern, des Unterallgäu-Triathlons, die bei diesen widrigen Witterungsbedingungen mal wieder einen super Job gemacht haben!

 

>> Ergebnisse

   
25.06.2009 Lake Placid statt Roth

 

Ab heute ist es offiziell, dass ich meinen Start beim Challenge in Roth abgesagt habe und dafür 2 Wochen später am 26. Juli erneut beim Ironman USA in Lake Placid an den Start gehe. Die Entscheidung fiel mir nicht gerade leicht, da es schon immer mein Traum war in Roth zu teilzunehmen, weshalb ich versuchte mich in einem frühen Ironmanrennen für Hawaii zu qualifizieren. Allerdings ist Erfolg nicht immer planbar, sodass ich mich schon bald nach dem Rennen auf Lanzarote für Lake Placid entschieden habe, woran ich sehr gute Erinnerungen mit meinem 4. Platz im Vorjahr habe. Dieses Rennen ist meiner Meinung nach mit einer schwierigen aber schnellen Radstrecke wie zugeschnitten für mich, außerdem ist die Hawaii-Quali immer oberstes Ziel in meiner Saisonplanung. Das Rennen in Roth wird mir nicht weglaufen, so plane ich schon wieder im nächsten Jahr damit, endlich bei diesem traditionsreichen und prestigeträchtigen Rennen im Frankenland an der Startlinie zu stehen.

 

>> www.ironmanusa.com

 

 

 

Rad und Lauf im Regen von

Lake Placid 2008

 

 

21.06.2009 3. Platz beim Stadttriathlon Erding

 

Heute ging ich beim Erdinger Stadttriathlon über die Olympische Distanz an den Start und wollte versuchen nach den letzten nicht ganz so erfolgreichen und kräfteraubenden Rennen von Lanzarote und Kraichgau wieder in die Gänge zu kommen. Dies gelang mir auch ganz gut nachdem ich mir nach zunächst durchwachsener Schwimm- und Radleistung mit einem kontrollierten aber beherzten Lauf den 3. Platz sichern konnte.

Für die 1,5 km Schwimmen brauchte ich etwas über 21 Minuten und stieg als 8. aus dem mit 18° C angenehm temperierten Krontaler-Weiher. Eine gute Minute Rückstand auf die Hauptgruppe um Michi Göhner und Wolfgang Teuchner, damit war ich nicht ganz zu frieden, war aber am heutigen Tag einfach nicht so spritzig.

Die Spritzigkeit fehlte mir dann auch ein wenig auf dem Rad. Trotz eines 41,5er Schnitts über die 48 km kam ich nicht wirklich in die Gänge und konnte mich auch kaum von Ulli Nieper und Harald Funk absetzen. Wolfgang machte mächtig Druck und nahm mir fast 4 Minuten ab. Auf dem Rad sammelten wir dann noch den Lothar Leder auf und rollten zu viert in die Wechselzone.

Als 4. wechselte ich dann auch zum Laufen und übernahm nach ca. 2km den 3. Platz, den ich mit einem für meinen momentanen Zustand schnellen aber im Hinblick auf die weitere Saisonvorbereitung kontrollierten Lauf ungefährdet verteidigte. Auf Wolfgang konnte ich nur gute 3 Minuten aufholen, so fehlten mir im Ziel etwas mehr als eine Minute auf den 2. Platz und 3 Minuten auf den Sieger Michael Göhner, der mir in jeder Disziplin etwa ein Minute draufpackte und somit souverän und verdient zum vierten mal in Folge den Stadttriathlon gewonnen hat. Somit standen wir  zu dritt aus dem Erdinger-Alkoholfrei-Team auf dem Treppchen.

Auch das Frauenrennen blieb fest in Erdingerhand. Maike Krebs siegte vor Nicole Leder und Wenke Kujala.

Meine Ziele hab ich mit diesem Rennen völlig erreicht, nachdem ich einige schwere Rennen in den letzter Zeit hatte. Es zeigt mir, dass ich in sehr guter Form bin und die Konstanz langsam wieder zurückkommt, was mir wieder Selbstvertrauen und Sicherheit auch im Hinblick auf meine weitere Saisonplanung gibt.

 

>> Ergebnisse

 

 

 

13.06.2009 Challenge Kraichgau und der Mann mit dem Hammer

 

Drei Wochen nach dem Ironman auf Lanzarote waren vergangen, und ich fühlte mich fit genug um beim erstmals ausgetragenen Challenge-Kraichgau über halbe Ironmandistanz an den Start zu gehen. Natürlich war mir klar, dass nach so kurzer Regenerationszeit auch ganz schnell der Akku leer sein könnte, die Frage war nur wann. Auch aus dieser Neugierde heraus stellte ich mich dem hochkarätig besetzten Starterfeld um Chris McCormack, Sebastian Kienle, Thomas Hellriegel und vielen weiteren internationalen Topathleten am heutigen Morgen, und stürzte mich ohne große Erwartungen ins Startgetümmel im Hardtsee in Upstadt-Weiher.

Im Schwimmen fühlte ich recht gut und konnte in angenehmer Gesellschaft, ohne groß Prügel zu beziehen, nach 25:36 als 25. dem Wasser entfliehen und auf mein geliebtes Rad wechseln. Da belief sich der Rückstand noch auf ca. 3 Minuten zur Spitze. "Macca" musste ziemlich früh wegen angeblichem Reifenschaden aufgeben. Mein Scott Plasma schnurrte und trug mich langsam aber sicher Platz für Platz nach vorne. Auf der 90 km langen Radstrecke durch den Kraichgau kamen 1100 Höhenmeter zusammen. Schließlich bog ich als 13. mit Sichtkontakt zum 8. Platz in die Wechselzone ein. Das Radfahren ging also auch noch gut und war mit einem 38er Schnitt auf dieser harten Strecke und der 8. Radzeit sehr zufrieden. Damit konnte ich sogar ein paar Sekunden auf Thomas Hellriegel gut machen, der am Ende 8. wurde. Der alles überragende Athlet war allerdings Sebastian Kienle, der das Rennen souverän gewinnen konnte. Den Grundstein dazu legte aber auf dem Rad mit einer unglaublichen Zeit von 2:11 h, fast ein 42er Schnitt, schockte er förmlich die Konkurrenz und schenkte mir sowie einem Thomas Hellriegel satte 11 Minuten ein. Bin mal gespannt auf seinen ersten Ironman!!!

Guten Mutes ging ich jedenfalls auf die Laufstrecke um mich vielleicht mit einem soliden Halbmarathon noch in die Top-10 vorzuarbeiten. Doch schon in der ersten von 3 Laufrunden lauerte hinter jeder Kurve und jeder Kuppe der Mann mit dem Hammer. Nach zwei Kilometern hat er mich schon gestreift, woraufhin ich gleich das Tempo drosseln musste. Während die Sonne mittlerweile unerbittlich brannte erwischte traf mich der Hammer spätestens nach 5 km. Mir blieb beim Laufen schlicht und einfach die Luft weg, als ob ich ne Plastiktüte über den Kopf gestülpt hätte. Ich strauchelte, für einige weitere Kilometer konnte mich aber wieder etwas fangen, bis ich bei km 17 endgültig angeknockt wurde. Eigentlich wollte ich nur locker zu Ende laufen, damit ich meine Einzelzeiten schwarz auf weiß hatte, doch selbst lockeres joggen fühlte sich für mich heute an wie ein Berglauf auf die Zugspitze. Doch ich machte mir nichts drauß und setzte mich einfach für ein paar Minütchen in den Schatten bevor ich mich nach reichlicher Überlegung, ich war ja immer noch auf Platz 15 oder so ähnlich, langsam wieder in Bewegung setzte um die letzten 4 Kilometer zu bewältigen.

So sah ich nach ca. viereinhalb Stunden doch noch als 26. die Ziellinie.

 

Fazit: 3 Wochen Regenerationszeit nach dem Ironman Lanzarote sind doch zu wenig, bin zwar im Schwimmen und Radfahren wieder zu 98% hergestellt, nur das Laufen ist unter solchen Umständen wie heute im Kraichgau-Triathlon nicht zu empfehlen.

 

>> Ergebnisse

 

 

 

 

 

     

23.05.2009 Ironman Lanzarote

 

Mit einem soliden Rennen in einer Zeit von 9:21:47 Stunden zeigte ich beim wohl härtesten Ironmanrennen der Welt eine ordentliche Leistung, mit der ich auch ganz zufrieden bin, welche aber leider nicht zur Qualifikation für den Ironman auf Hawaii reichte. Es lief bei allen 3 Disziplinen nicht schlecht, aber auch bei keiner sehr gut, um entscheidende Plätze gut zu machen.

Beim Schwimmen musste ich einige Schläge einstecken und hatte Angst meine Brille zu verlieren, dazu musste ich kurz an den Rand des Feldes Schwimmen und anhalten um die Brille zu sichern. Nach 57 Minuten stieg ich als ca. 50. aus dem Wasser und erhoffte mir auf der schweren Radstrecke ganz nach vorne zu fahren.

Dies schien mir auch anfänglich zu gelingen, denn nach der halben Strecke lag ich bereits auf Platz 15, doch danach wurde es immer schwerer. Die schwierigsten Berge mit Gegenwind standen mir da noch bevor. Hier duellierte ich mich immer wieder mit Marc Pschebizin als es Schulter an Schulter und kaum schneller als 10 km/h die Berge hoch ging. Auf der langen Abfahrt vom Mirador del Rio erwischte ich bei gut 70 km/h einen Schlag und mein Lenker neigte sich von da ab 30° nach unten. So konnte ich nicht richtig abfahren und versuchte ihn mit einem kräftigen Ruck hoch zu ziehen, was allerdings dazu führte, dass er nun um 30° nach oben stand. Ein weiter Ruck nach unten bescherte mir einen Lenkerstand von 45° nach unten, was dazu führte, dass meine Profile Aero Flasche am Reifen aufgeschliffen wurde und auslief und mich zum anhalten in der Abfahrt zwang. Den Lenker konnte ich einigermaßen einstellen, damit ich weiterfahren konnte, die Flasche war allerdings nicht mehr zu benutzen. Auf den letzten 40 km holte ich nur noch Pschebezin ein, der mir aufgrund des Missgeschicks mit dem Lenker enteilt war, konnte aber trotz einer für Lanzarote guten Radzeit von 5:10 Stunden nicht weiter als Platz 15 nach vorne fahren.

Beim Marathon fühlte ich mich dann noch ganz gut und ging mutig an, wunderte mich aber, dass ich kaum einen Platz gut machte obwohl ich die ersten 10 km in knapp über 40 Minuten gelaufen bin. Erst nach Halbmarathon konnte ich ein paar Plätze gut machen verlor aber gleichzeitig den ein oder andern Platz an von hinten kommenden schnelleren Läufern wie Sergio Marques oder Joseph Spindler, mit denen ich nicht mitgehen konnte. Trotz einer Marathonzeit von 3:06 Stunden war nicht mehr drin als der 12. Platz, für den ich bis zum Schluss gekämpft hab.

Klar ist natürlich, dass das nicht für Hawaii reicht, trotzdem bin ich mit meinem Rennen zufrieden, da ich in keiner Phase des Rennens ein Problem oder Durchhänger hatte. An diesem Tag konnte ich einfach nicht mehr aus mir herausholen.

 

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Landstart in Puerto del Carmen

 

Start beim Ironman Lanzarote 2009

 

Schon einen Tag nach meinem missglückten Ironman in Australien im April liebäugelte ich mit einem Start beim Ironman auf Lanzarote am 23. Mai 2009. Da ich das Rennen in Down Under ja nur bis zum Halbmarathon im Renntempo bestritt, hab ich mich auch schnell und vollständig erholt, sodass ich eine Woche später wieder voll im Training war und mich sogleich um einen Startplatz auf der Kanareninsel bemühte. In beiderlei Hinsicht mit Erfolg. Ein kurzer E-Mailwechsel und ich stand auf der Startliste. Ebenso erfolgreich verlief meine gezielte Vorbereitung, die ich mit meinem Trainer Ulli perfekt abstimmte. Das Rennen auf Lanzarote, sollte mir mit einer der schwersten Radstrecken (2500 Hm sind zu überwinden) entgegen kommen. Ich freue mich sehr auf das Rennen und die erneute Chance mir die Hawaiiquali zu holen!

 

www.ironmanlanzarote.com

>> Starterfeld Profiathleten

 

   

01.05.2009 Citytriathlon Amberg als Testrennen auf Platz 4

 

Am 1. Mai fand in Amberg das das erste Rennen über die Kürzdistanz dieser Saison statt. Dieses frühe Rennen wollte ich als Vorbereitung und ersten Test mitnehmen. Bei strahlenden Sonnenschein und angenehmen 20° wurden 1500 m im 50 m Pool geschwommen. Zu acht auf einer Bahn war das kam mir das Schwimmen ganz entspannt vor. Auf Tuchfühlung mit Wolfgang Teuchner und Timo Bracht stieg ich nach ca. 21 min aus dem Becken. Bei den Schwimmzeiten in der Ergebnisliste ist ein ca. 500 m langer Lauf in die Wechselzone 1 und der Wechsel mit dabei. Hier muss ich wohl irgendwo auf Wolfgang und Timo 1 Minute vertrödelt haben.

Beim Radfahren hatte ich somit keinen Sichtkontakt mehr zur Spitze um Teuchner und Bracht, konnte mich aber auf den 3. Platz vorarbeiten. Die 40 km waren sehr hart zu fahren, da der Wind besonders auf den lang gezogenen flachen Anstiegen sehr stark von vorne blies. Allerdings konnte ich mich nicht richtig verausgaben, was wohl an dem harten Training der letzten Wochen liegt.

Auf den letzten 10 Laufkilometern lief ich mit etwas über 34 min eine solide Zeit, die mich sehr positiv angesichts der Vorbelastung stimmt, musste aber meinen 3. Platz an Vorjahressieger Ralf Preissel abtreten. Gewonnen hat, wie zu erwarten war Timo Bracht vor Wolfgang Teuchner.

Trotz verpasstem Treppchen bin ich sehr zu frieden mit diesem Testrennen, das auch ein gelungenes Tempotraining zur Ironmanvorbereitung war. Mit dem Schwimmen war ich sehr zu frieden. Mein intensiviertes Schwimmtraining zahlt sich zumindest auf der Kurzstrecke schon merklich aus. Beim Radfahren und Laufen fehlt mir noch etwas die Spritzigkeit, was mir jetzt allerdings keine großen Sorgen bereitet.

 

>> Ergebnisse

1500 m Schwimmen im 50 m Pool mit Neoprenanzug

 

Raus aus der Wechselzone

 

19.04.2009 Platz 9 beim Halbmarathon in Kempten

 

Seit gut einer Woche bin ich wieder zurück aus Australien und hab den misslungenen Ironman abgehakt und auch gut verdaut. Dadurch dass ich ihn nicht voll durchgezogen habe, bin ich recht schnell erholt und schon seit letzten Montag wieder im Training. Deshalb hab ich mich auch kurzfristig für den Halbmarathon in Kempten gemeldet, der mir  optimal in die weitere Saisonvorbereitung passte.

Im Laufen hatte ich die Woche zuvor schon 2 harte Einheiten mit Tempoläufen und am Samstag Nachmittag das Einzelzeitfahren bei Kodiak-Sports in Isny in den Beinen. Somit war der Halbmarathon in erster Linie als eine weitere Trainingseinheit gedacht, bei der ich keine neue Bestzeit zu erwarten hatte.

So lief ich von Anfang an relativ kontrolliert um ein konstantes aber hohes Tempo durchzulaufen. Dies gelang mir in einer Zeit von 1:16:16 Std. (3:37 min/km). Erfreulich war, dass ich mit dieser Zeit auch meine langzeitigen Begleiter Dominik Berger und Tobias Aust zum Schluss doch noch auf Distanz halten konnte und am Ende den 9. Platz in einem wie immer sehr stark besetzten Feld erreichte. Dominiert wurde das Rennen von 3 Kenianern vor der hochkarätigen Allgäuer Laufelite.

Zusammen mit Eduard Kunz (1:20:??) und Martin Schädle (1:23:??) im Team, belegten wir mit dem TV Memmingen überraschend den 2. Platz in der Mannschaftswertung.

 

>> Ergebnisse

 

 

Antritt bei Km 16 - hier konnte ich auf meine Verfolger Dominik Berger(2) und Tobias Aust(3) einige Sekunden herauslaufen.

 

 

06.04.2009 Ironman Australia - kein guter Tag, aber gefinisht

 

Das war wohl nix - der Ironman Australia in Port Macquarie verlief ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen.

Der Schwimmstart fand morgens um 5.55 Uhr für uns Profis statt. Da war es eigentlich noch dunkel. Zudem war das Wasser pechschwarz, und da ich wusste, dass dieses Gewässer gerne von Haien zu Jagtzwecken heimgesucht wird, war mir schon etwas mulmig zu Mute. Aus dem Schwimmen machte ich dennoch das Beste, auch wenn ich gerne eine Zeit um die 52 min geschwommen wäre. Mit knapp unter 57 min war ich noch ganz gut bedient, da es nicht leicht war sich zu orientieren und die Strömung in dem Fluss sehr stark war. Anfangs hatte ich ein wenig Startschwierigkeiten, da ich keine Gruppe und halten konnte. Nach einer von zwei Runden fand ich aber meinen Rhythmus und holte eine kleine Gruppe ein, die mir dann aber schon zu langsam war. Dann schwamm ich halt auch die zweite Runde allein und schaffte es schlussendlich nach 56:53 als 28. an Land.

 

Auf dem Rad konnte ich wie immer gleich Boden gut machen und war auf dem sehr hügeligen Kurs in Runde 1 von 3 fast nur am Überholen. Kürz vor Ende der ersten Runde, am steilsten Anstieg, passierte es dann - ich war gerade am dabei mich die 20% steile Kuppe hoch zu wuchten als ich ein Quietschen und Surren hört und ich nicht mehr vom Fleck kam. Mein Hinterrad blockierte. Es war kein Materialfehler, aber es war falsch eingestellt. Der Abstand vom Hinterrad zum Rahmen war zu knapp eingestellt, was sich erst an diesem Anstieg auswirkte. So musste ich Absteigen und dachte erstmal "das war's wohl" - das Problem kannst du nicht beheben, sofern du nicht gleich an einer Servicestation vorbeikommst. Dazu musste ich die Stellschrauben im Ausfallende des Rahmens nachstellen, wozu ein sehr seltener Inbusschlüssel benötigt wird. Hab mich dann noch den Rest des Berges mit aller Kraft die ich hatte hoch gequält und nach ca. 1 km ein Servicemotorrad entdeckt. Zum Glück hatte der Mechaniker den richtigen Schlüssel dabei und ich konnte die Schrauben einigermaßen korrekt nachstellen. Dadurch hab ich natürlich nicht nur jede Menge an Zeit und Plätzen verloren sonder auch meine ganze Motivation. Ich dachte an Aufgabe, aber dazu war das Rennen noch zu jung, und Aufgeben liegt mir eben nicht im Blut. So versuchte ich wieder Anschluss zu finden, aber von da an hatte ich keine Power mehr in den Beinen. Die nächsten 2 Runden schleppte ich mich schweren Tritts über den Kurs in der Hoffnung noch ein paar Leute die aus den vorderen Gruppen herausfallen einzufangen, aber dazu kam es nicht mehr. Sicher auch deswegen weil in Australien mit 5 Metern Abstand gefahren werden darf. Dadurch bildete sich vorne ein 15-20 Mann starke Gruppe, die 180 km zusammen rollte und niemand abreißen lassen musste. Ich hab mit einigen Athleten gesprochen, die in der Gruppe waren, die meinten es sei ganz "easy" gewesen da mit zu fahren. Der Einzige aus der Führungsgruppe, den ich noch 3 km vor dem Ziel einholte war Renè Göhler, der da schon fast aufgegeben hatte. Er fragte mich "gehst du noch laufen?", ich "na klar!", er "warum, die sind doch schon 45 min voraus, das lohnt sich nicht mehr." Natürlich hab ich mir das auch überlegt, aber wie schon gesagt, Aufgeben liegt mir nicht im Blut, und außerdem wollte ich einfach versuchen noch einen anständigen Marathon laufen.

Die Motivation war allerdings nicht groß, nach dem wir unsere Laufschuhe in 20 cm tiefen Mohrrast anziehen musste. Es hatte schon die ganze Woche vor dem Rennen und am Renntag geregnet, so dass das ganze Gelände unter Wasser stand. Ich versuchte zunächst locker zu raus zu laufen und dann so langsam meinen Takt zu finden. Die ersten 10 km waren mit 41 min ganz ok, darauf hin wurde ich etwas mutiger und machte für einige Kilometer mehr Druck, was mir auch einen passablen Halbmarathon in knapp 1:30 Std. einbrachte. Doch darauf hin bekam ich Magen-Darmprobleme und musste das Tempo stark drosseln. Nach 32 km beschloss ich dann zu wandern um keine Verletzung zu riskieren. Wenn man langsamer läuft kommen natürlich auch mehr Schläge auf die Knie. So machte ich zum ersten mal die Erfahrung wie es sich anfühlt ein Rennen zu Ende zu marschieren. Dadurch ging es mir natürlich vom Wohlbefinden wieder gut und ein bisschen genoss ich es sich bei den Verpflegungen Zeit zu lassen und die Anerkennung der Zuschauer und Mitstreiter einzustreichen.

Dann überquerte ich endlich nach knapp über 10 Stunden die Ziellinie und war sehr froh das ganze ausgesessen zu haben. Das ist unheimlich wichtig für mein Selbstbewusstsein in weiteren Rennen. Aus dieser Erfahrung werde ich auch einiges lernen da bin ich mir sicher.

 

Vielen Dank an meine Freundin und meine Familie, die 8 Wochen auf mich verzichten mussten. Vielen Dank an alle meine Sponsoren und Ausrüster, für die erneute großartige Unterstützung. Vielen Danke an meine Trainer. An Euch hat es sicher nicht gelegen. Danke auch für alle aufmunternden Emails und Nachrichten.

 

Viele Grüße und bis bald,

Christian

 

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03.04.2009 Der Countdown für den Ironman Australia läuft

 

Mittlerweile bin ich schon seit Dienstag in Port Macquarie und hab mich bei meiner Homestay-Familie schon gut eingelebt. Ich kann mich glücklich schätzen, dass die 800 km lange Fahrt von Noosa nach Port bis auf heftigen Regen ohne Zwischenfall verlief. Denn wie ich gerade im Focus gelesen und am eigenen Leib erfahren habe, erlebt die australische Ostküste einen Katastrophen Sommer. In Noosa erstmal der Zyklon Hamish mit der darauf folgenden Ölpest, dann Überschwemmungen entlang der ganzen Küste. Ein paar Stunden als wir das Städtchen Coffs Habour passiert haben wurde die Straße total gesperrt. Rene und Jimmy die ein paar Stunden hinter uns gefahren sind saßen wegen Überflutung fest. Und jetzt hör ich in den Nachrichten, dass Noosa und Orte in der Umgebung unter Wasser stehen. Kaum zu glauben, dass hier Australien ist!

Das ganze hätte fast auch noch den Ironman beeinflusst. Der Fluss in dem das Schwimmen stattfinden soll, war in den letzten Tagen wohl sehr verschmutzt, da es durch die schweren Regenfälle wohl alles mögliche hinein gespült hat. Darauf hin wurde schon ein Notfallplan erarbeitet, der einen Duathlon nicht ausschloss. Hab mich schon gefreut :), aber jetzt soll das Schwimmen planmäßig über 3,8 km stattfinden in wohl pechschwarzem aber gesundheitlich unbedenklichem Wasser. Zumindest hier in Port hat sich das Wetter beruhigt auch wenn sich täglich noch heftige Schauer abregnen. Am Sonntag soll's in der Früh wohl regnen, dann trockener werden, bei relativ hoher Luftfeuchte um 80%.

 

So langsam kann ich es aber kaum noch erwarten, dass am Sonntag morgen um 5.55 Uhr der Startschuss fällt. Zum Glück wird hier von Samstag auf Sonntag noch die Uhr um eine Stunde nach hinten umgestellt, sodass es wie ein 7-Uhr start wirkt. Zu meiner Form kann ich nicht mehr viel sagen, außer dass ich locker bin und mich gut fühle. Zu was es reicht weiß ich nicht, aber auf jeden Fall um anzugreifen!

 

Wer das Rennen verfolgen möchte kann dies im Internet live unter http://ironman.com/events/ironman/australia unter Race Coverage

oder unter

http://www.ironmanoz.com/ironmanoz/index.htm

 

Ein Blick auf die Startliste der Profis zeigt eines der nach Hawaii am besten besetzten Startfelder. Seht selbst!

http://www.ironmanoz.com/ironmanoz/front_field-of-champs.htm

 

Das war's vorerst von mir. Morgen wird eingecheckt und dann Beine Hoch. Die nächsten Infos gibt's Montag!

 

Ich wünsche allen viel Spaß beim Rennenschauen und danke euch für die vielfältige Unterstützung.

 

Cheers

Christian

 

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27.03.2009 Ruhe vor dem Sturm

 

Unglaublich, dass schon fast 6 Wochen Trainingslager hier in Australien vorüber sind. Wenn man auch nichts anderes macht und an nichts anderes denkt als: Trainieren, Essen und Schlafen, fliegen die Tage einfach dahin.

Seit ich hier bin hat sich auch so einiges getan, was meinen körperlichen Zustand angeht. So bin ich ja schon mit einer Rückenverletzung und einer leichten Erkältung angereist und befürchtete schon das Schlimmste. Die Erkältung war kein Problem, bei 30 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit war die schnell auskuriert, aber wegen meinen Schmerzen im ISG konnte ich keinen Schritt laufen.

So musste ich in den ersten 3 Wochen voll auf Schwimmen und Radfahren setzen und habe hier glaube ich ganz gute Grundlagenarbeit verrichtet. Währenddessen versuchte ich immer wieder zu Laufen, doch noch immer Schmerzen.

In der vierten Woche ließen die Schmerzen Tag für Tag nach und ich konnte endlich mit dem Lauftraining beginnen. Vorher hab ich mir schon ausgemalt was ich beim Ironman in Port Macquarie ohne Lauftraining ausrichten soll. Sollte ich überhaupt starten, oder es einfach mal versuchen, oder ganz einfach so hart Radfahren bis du allein auf weiter Flur bist und nach 180 km vom Bike fällst? Ich hätte mich wohl für letzteres entschieden :)

Doch nun kann ich beruhigt von einem soliden, sagen wir mal 3-wöchigen Laufblock berichten. Das Radtraining hab ab dieser Zeit ein weinig reduziert und in den 3 Wochen etwas mehr als 200 km mit Qualität gelaufen. Die Grundlage 1 musste einfach vom Radtraining übertragen werden. Aber ich habe das Gefühl, dass ich genau die richtige Dosierung von Intensität und Umfang gefunden habe. Es rollt wieder beim Laufen, und ich bin sicher, dass es für einen soliden Marathon, wenn nicht vielleicht sogar für mehr in Port reichen wird.

Nach über 3000 km auf dem Rad in den letzten 6 Wochen, habe ich auch in dieser Disziplin meine Form wieder gefunden. Der Schwerpunkt hier lag zunächst auf Grundlagen- und dann auf Karaftausdauer. Die hochintensiven aber auch kraftraubenden Einheiten habe ich erstmal hintenangestellt und kommen erst zur Roth- und Hawaiivorbereitung verstärkt zur Geltung. Wie gut ich jetzt wirklich in Form bin wird sich in Port zeigen. Die Radstrecke ist nicht gerade mit Höhenmetern gesegnet, aber giftige Anstiege und ein rauer holpriger Asphalt machen die Strecke langsam und somit schwer, man wird sehen.

Nun zu meinem Lieblingsthema, dem Schwimmen. Hier konnte ich unter idealen Bedingungen trainieren, was ich auch gemacht habe. Fast 6 mal pro Woche war ich im Wasser und bin dabei in fast jeder 25 km geschwommen. Jeden Tag wurde mir allerdings eine Lehrstunde erteilt, da meist ein oder mehrere pfeilschnelle Kameraden gleichzeitig im Wasser waren. Wenn dann Leute wie Jan Raphael und Rene Göhler oder ganz besonders Lora Bennett auf der Nebenbahn schnellere Abgangszeiten hatten als ich die Distanz überhaupt schwimmen konnte, wurde ich mir meiner Schwäche wieder bewusst. Aber das lässt mich trotzdem kalt, ich weiß was ich trainiert hab und dass ich mich wieder einen Schritt verbessert habe.

Ich kann echt sagen, dass ich bis jetzt wirklich ne gute Zeit hier hatte und ich wurde auch wieder hierher kommen. Man lernt immer wieder neue interessante Leute kennen und findet fast  immer jemanden zum Training, dass dadurch dann auch die entsprechende Qualität erhält. Besonders mit den Jungs vom Dresdner-Team Maiki, Jan, Markus, Scotty und Mathias und nicht zu vergessen Rene war das Training zwar hart aber es hat auch viel Spaß gemacht. Genauso wie mit meiner schweizer Mitbewohnerin Caroline, die sich bei ihren 2-Stunden-Läufen in der Mittagshitze mit Rammstein im Ohr über Wasser hält.

 

Zur Belohnung nach den kräftezehrenden Trainingswochen gab es letztes Wochenende mal wieder ein BBQ bei Rene und Jimmy. Da wurden dann Kiloweise Fleisch auf den Grill gepackt, und keiner wusste am Ende so genau wie wir das alles verputzen konnten.

Am Montag geht's dann Richtung Port Macquarie, das wird den Herzschlag dann erstmals richtig ansteigen lassen.

 

Ich Grüße noch alle Teamkollegen aus Kaufering und Memmingen, die sich gerade noch auf Malle im Training befinden. Hoffe ihr lasst es so richtig krachen!

 

Macht's gut,

Christian

 

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12.03.2009 Zyklon "Hamish" sorgt für Wirbel - Lauftraining wird härter

 

Ein Tropensturm, der den Namen "Hamish" trägt und sich ein paar Kilometer nördlich von uns festgesetzt hat, bescherte uns seit Montag mächtig viel Regen und Wind. Schwimmen war an allen Stränden untersagt Surfen allerdings erlaubt, man könnte ja die Jahrhundertwelle sonst verpassen! Die Surfer freuen sich gerade wie an Ostern und Weihnachten zusammen, denn Zyklon bedeutet hier "great Waves" und alles rennt mit Brett an den Strand, den die Wellen eh schon fast weggespült haben. Um überhaupt ins Wasser zu kommen riskieren die hier Kopf und Kragen und müssen mit ihren Boards teilweise von den Klippen springen, um hinter den brechenden Wellen im Ozean zu landen.

 

Dennoch war Training auch ganz gut möglich, wenn auch die ein oder andere Radeinheit in strömendem Regen stattfand. Diese Woche steht bei mir sowieso das Laufen im Vordergrund, da ich immer besser und fast schmerzfrei rennen kann. Heute stand ich meinen ersten Lauf über 30 km durch und bin damit ganz zu frieden. Endlich kann ich nach fast 5 Wochen Laufpause hier wieder richtig loslegen. Es ist zum Ironman hin schon ganz schön knapp, aber jetzt muss ich einfach eine gute Mischung aus Intensität und Umfang finden, um mich nicht zu überlasten, aber meine bestmögliche Laufform bis zum Rennen zu erreichen. Ich bin jedenfalls zuversichtlich beim Ironman einen konkurrenzfähigen Marathon laufen zu können.

 

Heute Nachmittag stand dann noch eine 90 minütige Schwimmeinheit an bevor ich mich auf die Massagebank bei Toby legen konnte. Ich sag's euch, Entspannung fühlt sich anders an, und das Wort Schmerz musste ich für mich nach der ersten Massage auch erstmal neu definieren. Aber seine Arbeit zeigt echt große Wirkung, die Muskulatur erholt sich merklich schneller und nach der Massage fühlt man sich dann richtig entspannt. Morgen gibt's dann mal wieder einen Ruhetag mit Ausnahme einer Schwimmeinheit mit der Squad.

Tobys Spezialität - "Der Ellbogen"

 

Alle hoffen am Wochenende auf Wetterbesserung, ich natürlich auch, dass wieder auf dem Rad angegriffen werden kann. Zyklon "Hamish" löst sich auch so langsam aus, sodass die Chancen auf Sonne ganz gut stehen.

 

Viele Grüße,

Christian

 

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06.03.2009

 

Mittlerweile hab ich mich an den australischen Rhythmus  angepasst. Wenn man hier morgens um 5.30 Uhr auf dem Rad sitzt ist das keine Besonderheit. Im Gegenteil, man ist einer von Vielen. Es soll auch Gruppen geben die um 5.00 Uhr starten, oder "swim squads" die um 4.30 Uhr im Wasser sind. Für mich geht es jedenfalls ca. 4 mal pro Woche um halb sechs aufs Rad.

Endlich gibt es auch Positives von meinem ISG zu berichten. Die Schmerzen lassen langsam aber sicher nach, sodass ich schon bis zu einer Stunde fast schmerzfrei laufen kann. Dazu haben sicher die Massagen von dem hiesigen Masseur Toby beigetragen, bei dem alles was Rang und Namen hat auf der Bank liegt. Außerdem lass ich mich noch mit Akupunktur behandeln, was auch merklich zu einer Verbesserung beiträgt.

Jetzt sind noch gute 4 Wochen Zeit bis zum IM. Das heißt ich hab jetzt noch 3 Wochen intensives Training vor mir, in denen das Laufen mein Schwerpunkt sein wird.

Morgen wird ein langer Tag. Er beginnt früh morgens mit ca. 130 km Rad und einem einem anschließenden Koppelauf, mittags geht's für ca. 1,5 h und 5 km in den Pool und am Abend wird noch mal 1 Stunde gerannt.

Halte euch weiter hin auf dem Laufenden.

 

Bis Bald,

Christian

 

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26.02.2009 Train hard in Down Under!

 

Heute stand die erste wirklich lange und harte Radausfahrt ins Hinterland von Queensland an. Geplant war eine Tour um die 6 Stunden und 180 km mit dem ein oder andern Hügel. Um 6 Uhr morgens ging es dann los, und die Runde war fast nach meinem Geschmack, anfangs flach Einrollen, dann wellig mit einem 6 km langen gleichmäßigen Anstieg als Krönung. Weiter ging es mit einigen giftigen Anstiegen auf einer Hochebene bevor ich mir dann in Cannondale, nein da wird nicht das Rad von Faris geschmiedet, das erste Cola und Snickers im einzigen Store des 15-Einwohner zählenden Dörfchens einverleibte. Es gab kaum ein Flachstück, immer hoch und runter, also gar nichts zum Ausruhen. Kurz vor der zweiten Pause an einem kleinen Shop immer noch in der "Pampa" waren natürlich alle Flaschen leer und das Thermometer zeigte 41°C, da schmeckte das Cola und Mars gleich dreimal so gut :) Am Ende kamen dann doch fast 200 km mit 2100 Höhenmeter zusammen und ich war ganz schön alle aber glücklich! Eine richtig harte Tour, die ich gerne einmal pro Woche in mein Training einbauen möchte. Störend war nur der extrem grobe oder holprige Straßenbelag, es zermürbt einen einfach wenn es zwar rollen könnte aber nicht kann! Das ist zwar gutes Training für den Kopf, aber schlecht für das Fahrrad und die Handgelenke.

Die Möglichkeiten hier Rad zu fahren sind übrigens besser als ich gedacht hatte. Der Verkehr ist relativ gering und es gibt eine gute Auswahl an verschiedenen Straßen mit unterschiedlichem Gelände. Es war nett von den Jungs aus dem Dresdner-Kleinwort-Team, allen voran Markus Fachbach und Jan Raphael, die hier schon seit Januar trainieren, mich auf den ersten Radausfahrten mitzunehmen, damit ich die Gegend besser kennen lerne. Mathias Hecht auch aus dem Dresdner-Kleinwort-Team, er hat mich ja hier her praktisch vermittelt, auch er zeigte mir wie, wo, was, wann, wer passiert!

Ansonsten habe ich bisher 6 Schwimmeinheiten pro Woche auf dem Programm, 2 davon in einer "Squad", da schwimmen fast alle Profis, die hier trainieren mit. Es ist eine hammerharte Gruppe auf extrem hohen Niveau. Jan Raphael, Markus Fachbach, Mathias Hecht, Maik Twelsik, Rene Göhler, Gregg Bennett und einige brutal schnelle Australierinnen...da muss ich glaub nicht mehr dazu sagen. An den andern Tagen schwimme ich nach dem Programm von meinem eigenen Schwimmcoach Wolfgang Rentschler. Es sind einfach super Bedingungen zum Schwimmen hier. Im Noosa- Aquatic-Center stehen ein 50 m und ein 25 m Pool 7 Tage die Woche 12 Stunden am Tag fast zur freien Verfügung. Man bezahlt natürlich einen Eintritt, der aber angesichts der gebotenen Leistung und begünstigt durch den Dollarkurs relativ günstig ist.

Es sieht momentan noch danach aus, dass ich hier vor allem ab meiner Schwimm- und Radform arbeiten kann, denn Laufen ist mir nur bedingt möglich. Ein anfangs leichtes Zwicken im ISG (Ilio-Sacral-Gelenk), entwickelte sich nach 24 Stunden im Flieger immer mehr zu starkem Schmerz. Jetzt konzentriere ich mich erstmal auf das Rad- und Schwimmtraining sowie viel viel Rumpfgymnastik und schone mein ISG. Noch ist etwas Zeit und ich habe eine solide Laufgrundlage vom Winter und der letzten Saison.

Morgen ist erstmal ein (halber) Ruhetag - schwimmen mit der "Squad" steht an - wird hart werden. Am Abend gibt's aber ein Barbecue auf unserer Terrasse.

 

Macht's besser!

Christian

 

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19.02.2009 Im australischen Sommer angekommen

 

Nach gut 3 Tagen in "Down Under" hab ich mich schon recht gut akklimatisiert. An Sommer kann man sich halt schnell gewöhnen. Leider hat es mich im Flugzeug, das 15 Stunden lang auf Kühlschranktemperaturen runter gekühlt würde, wieder mit einer Erkältung erwischt, nachdem ich schon leicht angeschlagen in den Airbus eingestiegen bin. Mittlerweile bin ich aber schon wieder auf dem Wege der Besserung und seit ca. 3 Tagen im Training.

 

Man kann hier früh beginnen, da es schon um 5:30 Uhr hell und eigentlich angenehm warm ist. Mit der Zeitumstellung ist das frühe Aufstehen auch kein Problem. Ansonsten ist es während des Tages um die 30°C warm, aber mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit um die 80%. Das heißt man schwitzt auch ohne Training wie in der Sauna. Es kann aber auch genauso häufig regnen wie die Sonne scheint, deshalb ist die Gegend um Noosa auch so grün wie das Allgäu. Anstatt Kühe grasen hier nur die Kängurus.

 

In den nächsten Tagen werde ich noch locker trainieren um mich vollständig von der Erkältung und der Reise zu erholen. Dann geht es aber für die folgenden vier Wochen in die Vollen. Dabei hoffe ich auch, dass mein Rücken keine Probleme mehr beim Laufen macht.

 

Wer schon auf Fotos wartet, habt noch Geduld, in den nächsten Tage stell ich die Ersten auf dieser Seite ein.

 

Viele Grüße von der anderen Seite,

Chris

 

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Bilder vom Ironaman Australia 2009

 

Pechschwarzes Wasser fließt hier ins Meer, kein Öl! In diesem Fluss sollen wir schwimmen!?

 

Wasserschlacht auf der Fahrt

nach Port, wir hatten noch Glück durchzukommen.

 

Auf meinem schönen Balkon

 

Einfach kaputt!

 

Grillmeister im Einsatz

 

"Green-Team" mit Panne

 

Zyklon Hamish

 

Bei Toby auf der Massagebank

 

 Radtraining Queensland

 

hügeliges Hinterland

 

grünes Hinterland

 

unser "Garten" ;)

 

Noosa-Aquatic-Center

 

 

 

 

06.02.2009 Teneriffa mit einigen Nachwehen überstanden

 

Nachdem das Training in der meiner zweiten Woche, wegen einer leichten aber hartnäckigen Erkältung etwas gelitten hatte, bin ich seit einer knappen Woche wieder im von Fön beglückten sonnigen Allgäu. Die angenehmen Temperaturen hier, tragen natürlich bestens zu meiner Akklimatisierung bei.

Zurück zum Trainingslager. In der besagten zweiten Woche habe ich mein Schwimmtraining eingeschränkt, da es nur ein Becken unter freiem Himmel gab, was zwar wohlig warmes Wasser beinhaltete, aber das Risiko einer Mittelohrentzündung die sich schon leicht andeutet war mir trotzdem zu groß. Zudem kamen, wohl durch das ständige Bergfahren im Sitzen verursacht, Rückenprobleme beim Laufen dazu. So kam es dass ich ab da fast nur auf dem Rad saß. In den zwei Trainingswochen hab ich grade mal 1000 km abgespult, besser gesagt abgestottert, bei einem geschätzten Durchschnittstempo von 21 km/h. Dafür konnte ich auf meinem HAC 5 über 21000 Höhenmeter aufzeichnen. Dieses Jahr werden mir so manche Radstrecken hoffe ich brettleben vorkommen.

 

Australien rückt näher

Heute in einer Woche geht schon wieder mein Flieger gen Australien. Dann werd ich zum ersten mal Downunder sein, und mit dem Kopf nach unten ein Rennen bestreiten :-)

Deshalb werd ich hier die Tage bis dahin noch nutzen und mich richtig auskurieren, um mit vollen Batterien nach Brisbane zu fliegen. Es warten schnelle Jungs als Trainingsgespielen in Noosa, da muss man topfit anreisen. Auch der Ironman Australia ist nicht schlecht besetzt. Mit Tim De Boom stehen ein zweifacher Hawaiisieger und Mathias Hecht ein Top-10 Mann von 2008 auf der Starterliste. Außerdem wird mehrfacher Ironmansieger und ehemaliger Bundesligastarter für den TSV Obergünzburg Jason Shortis mit von der Partie sein.

Die nächsten News gibt's dann aus Down Under.

 

>> Ironman Australia am 5. April 2009

 

Cheers, euer Chris

 

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22.01.2009 Winterlager II auf Teneriffa

 

Seit nun knapp einer Woche befinde ich meinem zweiten Wintertrainingslager der neuen Saison unter der kanarischen Sonne auf Teneriffa. Mitgereist ist auch meine Freundin und einige meiner Teamkollegen vom VfL Kaufering.

Teneriffa stellte für mich vom ersten Tag an als eine ganz schön harte Nuss dar. Mit der Auswahl an verschiedenen Strecken sieht es nicht so rosig aus. Die handvoll Straßen sind meist mit starkem Autoverkehr und kilometerlangen Anstiegen gesegnet, sodass Einrollen fast unmöglich ist. Es kann durchaus passieren, dass man nach 2 Stunden gerade mal 30 km zusammen hat und noch keinen Meter gerollt ist. Dafür ist es, wie man unschwer herauslesen kann, keine Kunst auf Höhenmeter zu kommen. Radausfahrten mit 75 km und 2500 Hm sind keine Seltenheit.

Für die andern Disziplinen sieht es gar nicht so schlecht aus. Schwimmen können wir in einem beheizten 50-Meter-Pool in der Nähe. Laufen ist um den nahe gelegenen Golfplatz gut möglich. Hier hat man die Möglichkeit auf einer ca. 4km-Runde abseits von Verkehr und Touris einigermaßen in Ruhe zu trainieren.

Wir werden sehen wie sich mein Training in der nächsten Woche gestalten wird. Ich hoffe, dass sich meine Radumfänge noch steigern werden, wenn ich vielleicht mit dem Straßennetz etwas vertrauter bin.

 

Viele Grüße aus Playa de las Americas

Christian

 

Radtraining mit Tom